Archiv für November 2008

Telemediale Kämpfer

Thomas G. Hornauer, der durch seltsame Hotlines reichgewordene TV-Sender-Besitzer, hält wohl weiter an seinen Kanal Telemedial fest. Nun hat er einen Kämpfer an seiner Seite, der auf YouTube zurückschlägt:


via: The Aufsichtsbehördle

Und für alle, die das kanaltelemediale Grundkonzept nicht kennen, hier mal eine Einführung:

Lycos Europe: Das Bertelsmann-Debakel

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Es wurde immerhin heute mehr über Lycos geredet als in den vergangenen Jahren. Lycos Europe wird in die Internetgeschichte eingehen als ein Witz der Dot-Com-Boom-Phase. Und um es gleich zu sagen, es ist heute sehr schlimm für die Mitarbeiter. Von denen habe ich gehört, dass man intensiv am und im Unternehmen arbeite und es wurde wieder und wieder das gute Klima im Unternehmen gelobt. Es gibt gute Gründe, den Untergang von Lycos als schade zu bezeichnen. Auf Christoph Mohn möchte ich nicht rumhauen, das werden andere zur Genüge tun.
Was aber zum Ende von Lycos Europe auch festgehalten werden kann, ist, und dafür ist Mohn sicher irgendwie verantwortlich, wenn auch nicht allein, dass die althergebrachte Bertelsmann-Strategie gefloppt ist: Der Gedanke, Kunden vorzusetzen, was die kaufen sollen (was in den 90ern im Internet noch klappte), anstelle den Kunden aufs Maul zu schauen, und deren Interessen mit adequaten (Internet-)Diensten zu unterstützen. Sowas mag im Buchclub funktionieren, im Internet eben nicht. Bertelsmann hat im Internet, soweit ich weiß, nie Erfolg gehabt. Lycos ist da wohl nur derzeit die Spitze des Eisbergs. Mag ich mit der Einschätzung auch voll daneben liegen, wir haben es hier mit einem derben Imageschaden für Bertelsmann und die Marke Lycos zu tun.

Dabei hatten sie durchaus Chancen. Der Lycos-Chat hat vor einigen Jahren genau die Nutzer angespült, die so heiß umkämpft gewesen sind: Junge, dynamische Leute, die miteinander in Kontakt treten wollten, auf durchaus anspruchsvolle Weise. Der Lycos-Chat unterschied sich von allen anderen durch Dinge, die Dienste wie Twitter auch verwenden, und die damals neu waren: Ein direktes Mitteilungssystem, eine eigene Darstellungsseite, Statistiken über Benutzer, die die eigene Seite anschauten. All das, was für viele StudiVZ-Nutzer Neuland bedeutete.

Und was machte Lycos? Man versuchte den Chat zu monetarisieren. Nutzer sollten Geld bezahlen für die Statistiken und andere Eigenschaften des Systems. Und was machten die Nutzer? Sie sagten in Scharen Lycos Lebewohl. Sie ließen sich nicht das andrehen, was scheinbar auch kostenlos zu kriegen sein kann. Lycos hat eine erfolgversprechende Idee leichtfertig zum Versuch des Monetarisierens aus der Hand gegeben. Ein Versuch, der schon zuvor oft genug gescheitert war. Das müsste das sein, was Mohn verstehen müsste, wenn er sagt Lycos habe es nicht geschafft, seine Dienste zu monetarisieren. Weil niemand darauf geschaut hat, wer die Großzahl potentieller Kunden ist und was die wohl interessiert, wenn klar ist, dass man denen nicht irgendwas zum Bezahlen aufs Auge drücken kann. Mohn hat im letzten Jahr ausgerufen, man wolle nun auf web2.0-Strategien bauen. Davon ist nichts geblieben. Stattdessen trat zeitgleich Twitter seinen Siegeszug an – mit Strategien, die bei Lycos nach 12 Jahren im Internetgeschäft längst bekannt sein hätten müssen.

Müssen. Aber auf diese und diverse andere Managementfehler ist wohl zurück zuführen, dass von den 672 Millionen Euro aus der Dot-Com-Boom-Phase noch etwa 140 übrig geblieben sind. Das ist ein Minus von 500 Millionen €. Und auch wenn es aus Gründen der Umrechnung nicht mehr nötig ist, so lassen sie sich die Zahl doch noch einmal auf der Zunge zergehen: Eine Milliarde DM.

Und damit Schluss für’s Erste. Auf zu neuen Ufern, liebe Lycosianer. Jedem neuen Anfang wohnt ein Zauber inne.

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edit: Mohn sagt in einem ersten Statement, man habe nicht mit Google mithalten können. Das stimmt sicherlich, aber war das denn der Gegner? Oder war man nicht vielmehr selbst sein größter Gegner?

Und wo ich “rumhacken” schreibe, für sowas findet sich immer jemand.

Der Weltuntergang

Alles begann mit einer Pressemitteilung in der letzten Woche…

Irgendwann musste es halt mal sein. Ewig würde sich die Welt nicht halten, davon hätte man nicht ausgehen können. Die Mitteilung machte in Twitter schnell die Runde:

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Wer jetzt kein Haus hatte, der baute sich keines mehr. Unterschlupf wurde aber weiterhin gesucht:

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Derweil warf das Unheil erste Schatten:

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… und hektisch wurden die letzten Dinge geregelt…

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Ja, aber nur weil da jemand den Hape macht, lässt sich der Welten Lauf doch nicht auf Terminverschiebungen ein.

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Nein, nein, der Weltuntergang war weiterhin für den morgigen Tag vorgesehen, auch wenn man im Rheinland schon aufplusternd anfing zu streiten, wo das Event seine Erstaufführung haben sollte.

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Nicht einmal in Zeiten des Unheils wird man Rheinländer zusammenschweißen können. Aber noch war nichts geschehen, noch konnte man die alte Welt gebührend verabschieden. Noch konnte man in Ruhe konstatieren:

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Eine gewisse Spannung unter den Twitterern konnte aber nicht abgestritten werden, das Unheil nahte schließlich. Zeit für letzte Vorbereitungen :

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Leichter gesagt als getan…

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Und dann war es langsam soweit. Das Licht wurde gedimmt…

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… die letzten Proben waren abgeschlossen …

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… und die erste Begeisterungsstürme waren zu hören, als der Vorhang gelüftet wurde und das Schauspiel begann:

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Während einige noch ungläubig wirkten…

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Wurde er andernorts schon klar identifiziert:101213

Ja und wie war er nun, der Weltuntergang?

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Also eher enttäuschend? Naja, was hat man denn auch erwartet? In Zeiten der Finanzkrise hat Petrus auch keine Kapazitäten mehr für so einen umwerfenden Weltuntergang mit allem Pipapo, da muss man sich auch einmal mit weniger zufrieden geben. Oder eben tricksen…

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Naja, sooo kann ich das auch.

Man müsste was unternehmen

Immer wenn ich nach Bielefeld fahre, bleiben mir etwa 20 Minuten am Bahnhof, bevor es für mich weitergeht. Und als ob Bielefeld bei nassem, düsterem Wetter nicht schon ernüchternd genug wäre, ist am Hauptbahnhof ziemlich wenig los. Wenn es kalt ist, zieht es mich entweder in die Thalia-Buchhandlung dort oder in den McDonald’s. Beides keine Wahl par excellence, aber da drin ist es halt warm.

Heute nun stiefelte ich wieder die Bahnhofstreppe hoch, durfte mich auf der Anzeigetafel am Eingang davon informieren lassen, dass meine Anschlußstadtbahn geraaade weggefahren ist und schlug schlurfend den Weg zu McDonald’s ein. Und wie ich so schlurfte überholte mich links eilig ein etwa 10cm größerer Mann im dunklen Mantel, wehenden Schals das amerikanische Billigessenparadies erobern wollend. Er erreichte gut 20 Meter vor mir die Eingangstüren des Burgervertickers, drückte sich – den Schwung mitnehmend – aufbäumend gegen die eisernen Türschlaufen und hopste abgewiesen wieder zu Boden. Er drückte ungläubig nochmal, aber die Tür gab wieder nicht nach. Er stellte seinen Aktenkoffer ab und schob seinen Stoffhut mit Ripsband etwas nach oben. Er drückte – nichts. Die Tür blieb zu. Ungläubig schaute er zu den grobmotorischen Tablettträgern im Innern des Restaurants, dann wieder auf die Tür, drückte die linke Tür ebenso erfolglos, versetzte dann dem Türgriff einen Schlag mit der Hand und brüllte lauthals:
“So eine Scheiße!”

In die abrupte aufgekommene Stille rund um den Eingang war jetzt die Frage getreten, ob man eine schnelle Kehrtwende vollzieht und einfach den anderen Eingang an der Straße nimmt oder ob man der Dinge harrt, die da kommen werden. Aber bevor ich mir überhaupt eine Meinung bilden konnte, hatte sich der Türschubser auch schon umgedreht und schaute mich wutschnaubend an: “Alles läuft hier falsch! Es ist zum Kotzen! Nichts funktioniert in Deutschland! Es ist alles kaputt! Und dann kommt die Merkel und wirft Geld aus dem Fenster! Jaaa, daaaaafür hamse Geld. Aber unsereins muss sehen, wo er bleibt. Aber es sagt ja niemand was. Sie sagen ja auch nichts.”

Ich nickte im Geiste.

“Und die, die es könnten, die machen nichts. Und dann die Linken! Es ist doch alles lächerlich. Lächerlich ist das! Man darf gar nicht drüber nachdenken. Man regt sich nur auf! Das könnte denen so passen, ja das könnte denen so passen. Aber nicht mit mir. Nicht mit mir! Da muss man doch was unternehmen! Eine ganz große Scheiße ist da am Laufen!”

Ich harrte ihn an.

“Achhrrr” sagte der Wutmensch, zog seinen Hut etwas mehr ins Gesicht, warf mir eine wegwischende Handbewegung zu, schnappte sich seinen Aktenkoffer und schritt von dannen. Und damit ermöglichte er mir die freie Sicht auf die zwei kleinen Schilder, die an beiden Türen mittig angebracht waren: “Ziehen.”

The boy's taste

I used to think for a long time that I was able to get into a good conversation with people having the strangest opinions. And it took quite a while before I recognized that that was an overestimation of my capacities. There are people I’m too unwilling to get into conversation with.
MariellaElla is not that kind of person. I’m sure talking to her can be a walk in the park. But she is able to ask questions whereof I don’t have a tiny clue how to answer them:

mariella

Well, astonishingly enough it’s the boys she fucks. I was told the taste depended on what boys ate before. I never thought on how to make it become delicious. This seems to be her topic. A topic girls talk about? For what? To experience boys depending on their taste?

And also there are boys to create a “chai-esque” taste? AND it has a tingling after-effect? What else are these guys able to create? I’m comfortable in not being able to compete with those superheroes or James Bonds but this seems to be way beyond my capacities, too!

Airplane puke

The moment after

Heinz Erhardt, an old german comedian (yes, there are some), did once a play that only consists of words with the letter “G” (“Gerade Gewürzgurken gegessen.“). Well, german humour nowadays is still so sedate, a play like that would never have started this way:

geradegut

In english: “Just fucked well. fboes shags excellently. Sadly I didn’t come. But I got used to that. Greetings and kisses.”
These are 5 sentences and what is unusually in german: Although they are very short they tell different things.
So there’s Tiffy and she has a sexual relationship to fboes, who is quite good in bed according to her. Good for her, good for him. This time she didn’t come. And she’s used to that. Used to what? That fboes doesn’t care about her in bed? That she’s not coming with him? That sex ends abruptly so that both have to carry on talking about what happend in twitter? Ouuuuhh.
fboes doesn’t seem to be much of a talker. He’s not talking about Tiffy or even to Tiffy on twitter, although he’s her only contact on twitter (One day I’m going to find out what this only-having-one-person-to-follow-thing is all about).
But Tiffy seems to be happy with the situation. Good. I guess.

Die Ärzte – Dinge von denen

Auch irgendwie ein TMI-Song, der in Insider-Kreisen mit DVD abgekürzt wird. Taugt aber als allgemeine, deutsche Abkürzung für TMI eher nicht.

The arousement

I thought I had reached a boarder during the last weeks. Do you remember Mr bouvierm? I thought that game thing was over. Do you remember Ellen? I thought that showing yourself thing was over.

I am so stupid.

There seems to be something in these things I still haven’t gotten into. There’s still the tension of combining these things. Let’s have another try to understand it.

This is CelticFrog. I don’t know what a celtic frog is, do you? Also I don’t wanna pretend after having googled all that can be found, that this concept belongs to my knowledge. It just doesn’t. And I don’t miss it. Maybe she has a like for the celtic culture. Maybe she thinks she looks like a frog. Maybe celtic frogs are special animals taken from a star trek episode we all haven’t seen.

Anyway, CelticFrog obviously has a friend. And she misses him from time to time. And if you still got Mr. bouvierm in your mind or Ms. Ellen, you could already guess what’s coming up:

At first glance I thought this was the seemingly new usage of “to masturbate”, introduced by Google:

But no, apparently CelticFrog is planning some kind of erotic game for the night, which does not fit into her boyfriend’s plans. Somehow.

No, I don’t want to go down that road telling you that her guy is trying to avoid to take part in her games.

He’ll definetly know she’s playing that kind of games in the internet as well.

Top 5 things to do when twitter is down